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Die Kommissarinnen
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AUSSTELLUNGEN


Ausstellungen 2004


"Die Kommissarinnen"


22. Oktober 2004 bis 8. März 2005 im Filmmuseum Berlin

14. April bis 27. Mai 2005 im Goethe-Institut Lyon

1. November 2005 bis 22. Januar 2006 im Deutschen Filmmuseum Frankfurt am Main

3. März bis 16. April 2006 im Kulturzentrum am Münster, Konstanz


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Der Krimi zählt immer schon zu den Höhepunkten im Fernsehprogramm, fesselnd und beliebt wie kaum ein anderes Genre. Der "Tatort" allein versammelt seit über vierzig Jahren allsonntäglich Millionen Zuschauer vor dem Bildschirm. Noch zu Beginn der neunziger Jahre gehörte es zu den Spielregeln des Fernsehkrimis, dass die Jagd nach den Verbrechern in den Händen von Männern lag. Vaterfiguren wie "Der Kommissar" Erik Ode oder Stephan "Derrick" stellten die gesellschaftliche Ordnung wieder her. Später taten es ihnen Rebellen von der Schlagkraft eines Horst Schimanski gleich.

Vor fünfzehn Jahren wurde diese männliche Domäne von Frauen in Frage gestellt. Eine Kommissarinnen-Offensive drängte die Helden in den Hintergrund. Inzwischen haben über einhundert Schauspielerinnen im deutschen Fernsehen ermittelt: Ulrike Folkerts, Hannelore Hoger, Hannelore Elsner, Iris Berben, Corinna Harfouch, Eva Mattes, Andrea Sawatzki, Imogen Kogge, Maria Furtwängler... Kommissarinnen laufen mittlerweile ihren männlichen Kollegen den Rang ab.

Wie es zu diesem Rollentausch im Fernsehen kam, wie viel oder wie wenig er mit der gesellschaftlichen Wirklichkeit zu tun hat, und welches weibliche Selbstverständnis mit dem Siegeszug der Kommissarinnen auf dem Bildschirm propagiert wird – das waren die zentralen Themen dieser Ausstellung. Aber auch an die Vorläuferinnen dieser Entwicklung wurde erinnert, an Legenden wie Emma Peel oder an die in Vergessenheit geratene Miss Nobody, Deutschlands erste Leinwand-Detektivin aus dem Jahre 1913. Die fiktiven Bilder wurden mit der Wirklichkeit konfrontiert, mit der aufregenden Geschichte der Frauen in der Kriminalpolizei von den zwanziger Jahren bis heute.

Herlinde Koelbl hat eigens für die Ausstellung und das dabei entstandene Buch fünfzehn Fernseh-Kommissarinnen und eine echte Ermittlerin fotografiert. In den Bildern der renommierten Fotografin erscheinen die Schauspielerinnen, die Kommissarinnen, in einem völlig neuen Licht.

Es war die dritte Fernsehaustellung nach “Fernsehen macht glücklich” (2002/2003) und “Wo Filmkarrieren beginnen – 40 Jahre das kleine Fernsehspiel im ZDF” (2003/2004, Kooperation mit dem ZDF / DKF), die das Filmmuseum Berlin / Fernsehmuseum zeigte.

Andrea Sawatzki alias Charlotte Sänger mit Dienstwaffe

© Herlinde Koelbl, Quelle: Filmmuseum Berlin


Die Ausstellung wurde präsentiert von:





Das Buch "Die Kommissarinnen" ist erschienen im Nicolai Verlag Berlin.



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